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Ostern: Wer suchet der findet ...

...keine Ostereier, sondern Zimmerschlüssel, Löffel, rote Handytaschen und

...den Weg nach Zehdenick! 

 

Auch dieses Jahr war Nippon Potsdam mit dabei, beim Karate-Osterlehrgang in Zehdenick. Fast 400 Teilnehmer aus Europa, USA, Kanada und Japan nutzten die einmalige Gelegenheit, von Sensei Hideho Takagi 8.Dan, Sensei Hideya Maki 8.Dan sowie Sensei Shuzo Imai 6.Dan, Sensei Shinji Kohata 6.Dan, Sensei Takamasa Arakawa 5.Dan und Sensei Hidetaka Furuhashi 4.Dan, trainiert zu werden.
Der Karateverein TAIKA Zehdenick e.V. lud zu einem 4-tägigen Lehrgang ein, der vom Training, der Unterbringung bis zum eingerichteten Shuttle-Service bestens organisiert war. Zu Ehren der Delegation aus Japan, den Gästen und Vertretern der anderen Nationen sowie der WADO RYU DEUTSCHLAND Kommission und engen Freunden des Vereins TAIKA Zehdenick e.V. wurde am Freitag ein Empfangsabend gegeben. Nippon Potsdam wurde durch Martin Tauscher vertreten.

Trainiert wurden 5 Stunden täglich. Die großzügigen Mittagspause konnte bei schönstem Osterwetter für ein Sonnenbad genutzt werden.
Kihon spielte im Lehrgangsplan eine zentrale Rolle. Ob zur Erwärmung, gezeigt und erklärt oder als Abschluß einer Trainingseinheit, die grundlegenden Techniken wurden wieder und wieder geübt.
Viel Zeit wurde auch darauf verwendet, Katas, wie Naihanchi, Kushanku oder Chinto Technik für Technik vorzuführen und zu trainieren. Der eine oder andere hatte das Vergnügen, zu Demonstrationszwecken vorzutreten und sein Können unter Beweis zu stellen. Sehr hilfreich waren zwei junge Frauen, die des Japanischen mächtig waren und während des gesamten Lehrgangs für uns und die englischsprechenden Gäste übersetzten. Auf diesem Weg erreichte uns der eine oder andere Scherz, aber auch Kritik der Senseis... So ließ uns Sensei Takagi den Stand der Naihanchi üben und stellte uns in Aussicht, dass wir lange brauchen werden, bis wir diesen Stand beherrschen.


Sensei Maki lehrte Vitalpunkte. Das sind Punkte des Körpers, die, wenn richtig getroffen, sehr schmerzhaft sind oder in einigen Fällen auch tödliche Folgen haben können. Einige der schmerzhaften, nicht tödlichen, Punkte durften wir am Vordermann suchen. So lernt man Leute kennen ;-) . Auch die eine oder andere Übung der Selbstverteidigung wurde demonstriert. Sensei Takagi hat es sich nicht nehmen lassen, fragenden Blicken Antwort zu geben, live und in Farbe...
Zukünftig wissen wir glücklicherweise, wie wir im alltäglichen Bahnhofsgedränge geschickt und mit Hüfteinsatz auszuweichen haben. Solche Übungen lockerten das Training auf, ließen Zeit Luft zu holen, um dann von Sensei Imai mit Kombinationen durch die Halle geschliffen zu werden: Bahn auf - Bahn ab. Meinereiner hätte sich gern für ein Päuschen an die Wand gelehnt. Aber Männer! Das hätte ich mir doch noch Jahre von Euch anhören dürfen... Ich habe weitergemacht! Wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Nippon Potsdam hat sich gut geschlagen! Von der ersten bis zur letzten Minute!

Auch was die Trinkfestigkeit angeht, war Nippon Potsdam gut dabei. Nachdem einige von uns eine mehrwöchige Fastenzeit eingelegt hatten, war Ostern der Zeitpunkt, die eine oder andere Abstinenz zu beenden. Eines der ältesten und bedeutendsten Fermentationsprodukte sorgte für Erfrischung...
Die Sayonara Party am Sonntagabend war ein absolutes Highlight. Nach einem kleinen Buffet und musikalischer Einlage, legte ein DJ auf und unsere japanischen Gäste legten los. Die Tanzfläche war schnell gefüllt und wilde Partytänze, kombiniert mit Elementen aus dem Karate, sorgten für super Stimmung.
Auch hier war Nippon Potsdam, wie sollte es anders sein, mittendrin statt nur dabei!

Erwähnt sei noch das traditionelle Flötenspiel von Sensei Imai und so manche glänzende Fotos, die viel Wert haben, allein dadurch, dass wir sie nicht zeigen!

Ich kann mich dem Vorjahresbericht nur anschließen - Zitat: "Ein sehr guter Lehrgang auf einem tollen Trainingsgelände mit einer Spitzenunterkunft."

Anja Voigt