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Vereinschronik

 

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Am 24. September 1985 fand in Berlin ein erstes "konspiratives" Treffen statt. Der damalige Initiator und Ideengeber unseres Vereins, Heiner Marschall, traf Peter Wirbeleit, Friedemann Böhme und andere Karatesportler am Alexanderplatz.
Wie mir Heiner Marschall nach dem Treffen berichtete, war er von der lockeren und coolen Atmosphäre bei dem Treffen sehr begeistert. So wurde auch das von ihm geplante Mittagessen in einem First-Class-Restaurant Ostberlins kurzerhand in ein normales, unauffälliges Restaurant verlegt.

 

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Nachdem organisatorisch Fragen von unserer Seite geklärt wurden, begannen die ersten Besuche. Es bestand die Idee, einen monatlichen Besuchsrhythmus einzuführen. Dabei wollten sich Peter und Detlef abwechseln. Hier wurde jedoch schnell deutlich, das zwei völlig unterschiedliche Organisationsformen aufeinander prallten. Für unsere Westberliner Freunde war es damals sehr schwer zu verstehen, dass der Aufbau des Vereins nur sehr langsame Fortschritte zeigte. Ehe in unserer Gruppe ein konstanter Kern gebildet wurde, verging schon so einige Zeit. Eine Werbung für unseren Sport war nicht möglich. Einzig bei gemeinsamen Feiern konnten organisatorisch kaum Unterschiede festgestellt werden.

Da die Organisationsstruktur der Schulsport-AG nicht mehr haltbar war, schlossen wir uns der Wohnsportgemeinschaft Potsdam-West an. Die Gründung eines eigenen Vereins war nach der gültigen Rechtslage unmöglich. Es entstand für uns die nach aussen hin unauffällige wirkende Sektion Gymnastik, die einen unproblematischen Eindruck hinterließ. Der Umstand, nicht alles wissen zu wollen, hatte sich auch im Bereich der verantwortlichen Führungskräfte der Wohnsportgemeinschaft sowie der Schulen in seltenen Ausnahmefällen schon eingestellt. Dies hat uns der Organisation von Sporthallen für Trainingseinheiten am Wochenende deutlich weitergeholfen.
Es war für unsere Gruppe ein extrem gefährlicher Umstand, mit Leuten aus West-Berlin in Schulsporthallen der ehemaligen DDR am Wochenende zu trainieren. Andererseits wollten wir unbedingt diese große Chance der Unterstützung nutzen. Ich erinnere mich an einen Sonntag, an dem Peter zum Training nach Potsdam kam und es sehr stark regnete. Also wurden alle bisherigen Regeln über Bord geworfen und mit dem Auto direkt vor die Sporthalle vorgefahren. Bisher hatten wir die Autos mit Berliner Kennzeichen immer in einem großen Abstand zur Sporthalle geparkt und die restliche Strecke zu Fuß zurückgelegt. Natürlich hatte dies ein aufmerksamer Beobachter (Freund von E(rich) H(onecker) und der Stasi) bemerkt und eine Meldung erstattet. Dies warf uns wieder ein halbes Jahr zurück, da erst nach einer neuen Trainingsmöglichkeit gesucht werden musste.
Am 11. Mai 1986 kam es dann aber doch zur ersten Kyu-Prüfung in Potsdam. Durchgeführt wurde diese Prüfung von Peter Wirbeleit und Sabine Krause. Diese Prüfung stellte sicher einen der Meilensteine in unserer Organisation dar. Es gab immer wieder Rückschläge. Trotzdem fand am 12.03.1989 die zweite Kyu-Prüfung in Potsdam statt. Unsere erste Prüfungsliste sieht noch etwas improvisiert aus aber wir begannen Fakten zu dokumentieren.

 

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